Lokale PV-Inspektionen: Was die Zentrale beitragen muss

  • Ablauf lokaler und kombinierter PV-Inspektionen und die Schwerpunkte nationaler Inspektorate kennen

  • Typische lokale Findings erkennen und ihre Ursache in den Vorgaben der Zentrale finden

  • Die ersten 48 Stunden nach der Ankündigung zwischen Land und Zentrale planen

  • Front Room im Land, Back Room in der Zentrale: Inspektion und CAPA-Plan gemeinsam führen


Pharma

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Diese Themen erwarten Sie

Programmpunkte

09:00 Begrüßung und Standortbestimmung

  • Wie ist die Pharmakovigilanz bei Ihnen zwischen Zentrale und Ländern aufgeteilt?

  • Kurzumfrage: Welche Inspektionen haben Sie erlebt, welche stehen an?

09:15 Modul 1 – Wer steht vorne, wenn das Inspektorat kommt?

  • QPPV, lokale QPPV, nationale Safety Officer und Stufenplanbeauftragte in der Inspektion

  • Lokale Ansprechpersonen so schulen und einbinden, dass sie Fragen der Inspektoren selbst beantworten

  • Delegation nachweisen: Stellenbeschreibung, Organigramm, QPPV-SOP

10:00 Modul 2 – Was nationale Inspektorate prüfen

  • Rein lokale und kombinierte lokal-globale Inspektionen: Umfang, Sprache, Beteiligte

  • Schwerpunkte ausgewählter Inspektorate in Europa und weltweit an Beispielen

  • Unangekündigt, kurzfristig oder mit Checkliste: Folgen für die Vorbereitung

10:30 – 10:45 Pause

10:45 Modul 3 – Lokale Findings und ihre Wurzeln in der Zentrale

  • Lokale Abläufe fehlen in den SOPs oder liegen nicht in Landessprache vor

  • Fachinformationsänderungen werden im Land zu spät umgesetzt

  • Außendienst, lokale Literatur, Websites und Social Media als blinde Flecken

  • Dienstleister vor Ort ohne Qualifizierung und wirksame Aufsicht

  • Fehlender Abgleich zwischen Qualitätsmängeln und PV

11:45 Modul 4 – Steuerungsinstrumente der Zentrale

  • Globale und lokale SOPs: eine Prozesslandkarte mit Länderspalten

  • PSMF und nationale PSSF: was das Land beschreiben und verbindlich gegenlesen muss

  • Länderaudits, regelmäßige Länder-Calls und Mock-Inspektionen

12:30 – 13:15 Mittagspause

13:15 Workshop – Die Ankündigung ist da: die ersten 48 Stunden

  • Fall: Eine nationale Behörde kündigt eine PV-Inspektion bei der Niederlassung an

  • Wer wird wann informiert: QPPV, Zentrale, Geschäftsführung, Regulatory, Qualität

  • Aufgabenteilung festlegen und eine kurze Arbeitsanweisung entwerfen

14:15 Modul 5 – Während der Inspektion: Front Room im Land, Back Room in der Zentrale

  • Front Room Lead, Back Room Lead und tägliche Briefings

  • Request-Tracking und klare Kommunikationswege

  • Interviews: Frage verstehen, nicht raten, nichts ungefragt vorlegen

  • Anwesenheit der Zentrale vor Ort: wann sie hilft und wann sie schadet

15:00 – 15:15 Pause

15:15 Modul 6 – Nach der Inspektion: Bericht, CAPA und Konsequenzen

  • Antwort auf den Inspektionsbericht: Missverständnisse ausräumen, Fristen einhalten

  • Correction, Corrective und Preventive Action; Root Cause mit der 5-Why-Methode

  • Der lokale CAPA-Plan unter Aufsicht der Zentrale

  • Mögliche Sanktionen: § 97 AMG, Verordnung (EG) Nr. 658/2007, Folgeinspektionen

  • Lessons learned ins globale System zurückspielen

16:15 Abschlussrunde: drei nächste Schritte für die Inspection Readiness im Land

16:30 Ende des Seminars


Details

Über dieses Seminar

Eine PV-Inspektion in einer Niederlassung oder bei einer lokalen Kontaktperson ist selten ein rein lokales Ereignis. Die Inspektoren prüfen, wie das Land in das Pharmakovigilanz-System des Unternehmens eingebunden ist, und viele lokale Findings haben ihre Ursache in Entscheidungen der Zentrale: SOPs, die nicht bis ins Land reichen, ein PSMF, das die lokalen Abläufe nicht abbildet, oder eine lokale QPPV ohne Zugang zu medizinischer Expertise. Umgekehrt kann die Zentrale aus der Ferne nicht jede nationale Besonderheit beurteilen. Dieses Seminar betrachtet lokale Inspektionen deshalb aus beiden Blickwinkeln. Der Vormittag klärt, wer in einer Inspektion vorne steht, was nationale Inspektorate prüfen und welche typischen lokalen Findings auf Vorgaben der Zentrale zurückgehen. Danach geht es um die Instrumente, mit denen die Zentrale ihre Länder vorbereitet: SOP-Architektur, PSMF und nationale PSSF, Länderaudits und Mock-Inspektionen. Der Nachmittag folgt einer Inspektion von der Ankündigung über die Durchführung mit Front Room im Land und Back Room in der Zentrale bis zum CAPA-Plan und möglichen Sanktionen. Im Workshop planen die Teilnehmenden die ersten 48 Stunden nach einer Inspektionsankündigung und legen die Aufgabenteilung zwischen Land und Zentrale fest. Das Seminar richtet sich an Fortgeschrittene. Der Referent ist selbst EU-QPPV und Stufenplanbeauftragter und kennt beide Seiten der Zusammenarbeit. Am Ende hat jede teilnehmende Person einen Plan mit drei nächsten Schritten für das eigene Land.

Inspektionen einordnen

Rein lokale und kombinierte Inspektionen unterscheiden, die Schwerpunkte wichtiger nationaler Inspektorate kennen und die eigene Vorbereitung darauf ausrichten.

Findings vorbeugen

Die häufigsten lokalen Findings kennen und erkennen, welche Vorgaben der Zentrale sie verhindern und welche sie verursachen, von den SOPs bis zum PSMF.

Zusammenarbeit organisieren

Aufgaben zwischen Land, QPPV und Zentrale vor, während und nach der Inspektion klar verteilen, einschließlich Front Room, Back Room, Interviews und Antwort auf den Bericht.

Nachbereitung steuern

Correction, Corrective und Preventive Action sauber trennen und einen lokalen CAPA-Plan aufsetzen, den die Zentrale verfolgt und ins globale System überträgt.

Für wen ist dieses Seminar?

Für wen ist dieses Seminar?

  • Stufenplanbeauftragte, lokale QPPVs und nationale Safety Officers

  • EU-QPPVs und Mitarbeitende im QPPV-Office

  • PV-Leitungen in der Zentrale, die Länderorganisationen steuern

  • Verantwortliche für Inspection Readiness, PV-Qualitätssicherung und Audits

  • Regulatory Affairs und Qualität in Niederlassungen mit PV-Aufgaben

  • Dienstleister, die lokale PV-Funktionen für Zulassungsinhaber übernehmen


Unsere Referent:innen

Reinhold Schilling, M.D.R.A.

Reinhold Schilling leitet seit 2021 die globale Pharmakovigilanz der Wörwag Pharma GmbH & Co. KG in Böblingen und ist dort EU-QPPV und Stufenplanbeauftragter. Der Diplom-Chemiker mit einem Master of Drug Regulatory Affairs arbeitet seit 2011 in der Arzneimittelsicherheit, zuvor unter anderem als Stufenplanbeauftragter und Informationsbeauftragter für Deutschland und Österreich. Er schult PV-Teams, auditiert PV-Systeme und lehrt Pharmakovigilanz an der Hochschule Reutlingen und der Goethe Business School. Außerdem arbeitet er in der Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe des BPI mit.

EU-QPPV und Stufenplanbeauftragter

Beide Rollen in Personalunion bei der Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, verbunden mit der Leitung der globalen Pharmakovigilanz.

Erfahrung an den Schnittstellen

Frühere Stationen als Stufenplanbeauftragter und Informationsbeauftragter (DE und AT) sowie in Regulatory Affairs und Drug Safety.

Lehre und Verbandsarbeit

Lehrtätigkeit an der Hochschule Reutlingen und der Goethe Business School, Mitarbeit in der PV-Arbeitsgruppe des BPI.

Beratungs-Fokus

Diplom-Chemiker und berufsbegleitender Master of Drug Regulatory Affairs (M.D.R.A.) an der Universität Bonn.aterin und CRA tätig. Spezialisiert auf Vertrags- und Budgetverhandlungen sowie zentrumsspezifische Vorlagen zur Quelldatenerhebung.

A man wearing glasses and a blazer working at a desk, writing in a notebook beside a computer monitor in a modern office.

Seminar-Nr.

PPV605

Schnellübersicht

Alle wichtigen Infos auf einen Blick

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Dauer

7,5 Stunden (9:00–16:30 Uhr)

Format

Online

Preis

390 EUR (zzgl. gesetzl. USt)

Nächster Termin

14.04.2027

Referent:in

Reinhold Schilling, M.D.R.A.

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